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Jochen Rindt

Ein Leben für den Motorsport
Jochen Rindt 
Jochen RindtJochen Rindt
 
Der Formel-1-Fahrer Jochen Rindt war einer der erfolgreichsten österreichischen Profisportler. Bereits in jungen Jahren entdeckte er seine Liebe zu schnellen Autos, die ihm in späteren Jahren zum Verhängnis werden sollte.
1942 Jochen Rindt kommt im deutschen Mainz zur Welt.
1962-1963 Der junge Grazer kann seine ersten Autorennen für sich entscheiden und fährt bald in der Formel Junior.
1964-1970 Rindt startet in der Formel 2. In den kommenden sechs Jahren gewinnt der Motorsportler insgesamt 29 Formel-2-Rennen.
1965 ist er außerdem Sieger der 24-Stunden von Le Mans in Frankreich.
1970 Jochen Rindt versucht bereits seit geraumer Zeit sein Glück in der Formel 1, doch weder seine Einsätze für das Cooper-Team noch die für Brabham sind von Erfolg gekrönt.
Mit seinem Wechsel zu Lotus wendet sich aber das Schicksal: Rindt gewinnt in dieser Saison fünf Rennen, bevor es zum GP von Italien geht.
Als eine Bremswelle bricht, verunglückt der Grazer Jochen Rindt im Training tödlich. Sein Punktevorsprung auf die anderen Fahrer ist jedoch so groß, dass Rindt posthum zum Formel-1-Weltmeister von 1970 erklärt wird.
 
Jochen Rindt (*18.04.1942 +05.09.1970)
Jochen Rindt, Sohn eines Deutschen und einer Österreicherin, wurde am 18. April 1942 in Mainz, Deutschland, geboren. Als er gerade einmal 15 Monat alt war, kamen seine Eltern bei einem Fliegerangriff ums Leben. Die Eltern seiner Mutter holten ihn zu sich nach Graz, wo er seine ganze Kindheit und Jugend verbrachte.
 
Faszination Motorsport
 
Bereits in jungen Jahren erwachte in Jochen das Interesse am Motorsport und mit 15 bestreitet er sein erstes privates Rennen mit einem Moped. Nachdem er die Matura abgelegt hatte, stieg er vorerst in das Familienunternehmen (Gewürzimport) ein, doch die Faszination des Motorsports ließ ihn nicht los.
 
Erfolge in der Formel 2
Jochen Rindt 
Jochen RindtJochen Rindt
 
Mit 20 Jahren gewann er schließlich sein erstes Rennen und schon ein Jahr darauf nahm er beim Formel-Junior-Rennen in Cesenatico in Italien teil. Es folgten mehrere F2-Rennen, die er alle erfolgreich bestreiten konnte. In Crystal Palace in London besiegte er sogar den Weltmeister Graham Hill. Auch das 24-Stunden-Rennen von Le Mans konnte er 1965 für sich entscheiden.
Auf diese Erfolge aufmerksam geworden, holte ihn das Team rund um Bruce McLaren, wo er Cooper-Werksfahrer in der Formel 1 wurde. Trotzdem kehrte er der Formel 2 noch nicht den Rücken und fuhr für das Brabham-Team zahlreiche Siege ein. Im März 1967 heiratete er die Finnin Nina Lincoln, ein Jahr später kam ihre Tochter Natascha zur Welt.
 
Herausforderung Formel 1
 
Auch sportlich war 1968 für Jochen Rindt ein ereignisreiches Jahr: Der Rennfahrer wechselte zum Lotus-Team in die Formel 1, für das auch Graham Hill auf die Rennstrecke ging. Zwei Jahre später erreichte er den Gipfel seiner Karriere: In dieser Saison konnte er zahlreiche Rennen für sich entscheiden. Mit einem großen Punktevorsprung in der Grand-Prix-Wertung auf die anderen Fahrer ging er am 5. September 1970 in das Training zum Rennen von Monza. In der Parabolica-Kurve brach die rechte vordere Bremswelle seines Lotus 72 und Rindt raste in eine Leitplanke, für den Österreicher kam jede Hilfe zu spät. Jochen Rindts Leichnam wurde am Grazer Zentralfriedhof bestattet. Aufgrund seines großen Punktevorsprungs wurde Jochen Rindt wenige Wochen nach dem tragischen Unglück posthum zum Formel-1-Weltmeister von 1970 gekürt.
 
Höhepunkte seiner Karriere
Jochen Rindts Karriere als Rennfahrer war kurz - aber mit zahlreichen Siegen gekrönt. Insgesamt 29 Mal gewann er Formel-2-Rennen. Bei den 60 Grand Prix, an denen er teilnahm, startete er 10 Mal aus der Pole-Position und konnte er 6 Siege einfahren.
 
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