August Musger
Erfinder der Zeitlupe
Der Priester August Musger selbst ist vielleicht wenig bekannt, aber seine Erfindung revolutionierte den Film. Da er das Patent auf seine Entwicklung jedoch verloren hatte, wurden andere mit seiner Idee bekannt.
| 1868 | August Musger wird in Eisenerz in der Steiermark geboren. |
| 1890 | Der Absolvent der theologischen Fakultät wird zum Priester geweiht. |
| 1892 | Nach zwei Jahren seelsorgerischer Tätigkeit studiert Musger Mathematik und Physik sowie Zeichnen in Graz, um in Folge die Schüler am Fürstbischöflichen Seminar in Graz zu unterrichten. |
| 1898-1904 | Der Lehrer ist vom neuen Kino begeistert. Allerdings findet er die dahinterstehende Technik noch wenig ausgereift und beginnt selbst auf dem Gebiet des Filmband-Weitertransportes zu forschen. |
| 1904 | Musger meldet seine Konstruktionspläne zum Patent an. |
| 1914 | Nachdem er die Gebühren für das Patent nicht bezahlt hat und dieses deshalb erlosch, bringt die Firma "Ernemann" die Idee unter ihrem Namen an die Öffentlichkeit. |
| 1929 | August Musger stirbt am 30. Oktober 1929. |
August Musger (*10.02.1868 +30.10.1929)
August Musger wurde am 10. Februar 1868 in Eisenerz geboren. Der spätere Entwickler der Zeitlupe interessierte sich schon früh für Physik, wollte aber eigentlich Priester werden und so besuchte er die theologische Fakultät in Graz, wo er 1890 auch zum Priester geweiht wurde. Der Fürstbischof von Graz erkannte jedoch bald seine naturwissenschaftliche Begabung und erlaubte ihm ein Studium der Mathematik und Physik sowie der Zeichenkunst in Graz. Und so unterrichtete Musger wenige Jahre später auch Zeichnen am fürstbischöflichen Seminar.
Passionierter Kinogeher
Um die Jahrhundertwende entstanden in Österreich die ersten Kinotheater und Musger war fasziniert von der neuen Technik. Allerdings erlaubten es die damaligen Geräte nur, lediglich 16 Bilder pro Sekunde mit ruckartigen Bewegungen wiederzugeben, was zu einer Verdunkelung des Films während des Weitertransportes führte.
Leidenschaftlicher Forscher
Der steirische Priester überlegte sich deshalb, den Film mit einer gleichförmigen Geschwindigkeit zu bewegen, damit die einzelnen Bilder ineinander übergehen. Er beschäftigte sich fortan intensiv mit der Entwicklung eines Filmaufnahmegerätes mit gleichförmig bewegtem Filmband, mit dem er das Problem der Zeitlupe erstmals lösen wollte.
Vier Jahre später waren seine Forschungen soweit gereift, dass er für seine Konstruktionspläne ein österreichisches Patent erhielt. Da er in Folge die Gebühren jedoch nicht zahlte und das Patent damit erlosch, trat die Firma Ernemann 1914 mit einer Zeitlupe an die Öffentlichkeit, die genau der Erfindung Musgers entsprach. August Musger starb 1929 im Alter von 61 Jahren.
Vier Jahre später waren seine Forschungen soweit gereift, dass er für seine Konstruktionspläne ein österreichisches Patent erhielt. Da er in Folge die Gebühren jedoch nicht zahlte und das Patent damit erlosch, trat die Firma Ernemann 1914 mit einer Zeitlupe an die Öffentlichkeit, die genau der Erfindung Musgers entsprach. August Musger starb 1929 im Alter von 61 Jahren.






