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Ulrich von Liechtenstein

Ein Mann der schönen Worte
Standort der Büste: "Steirische Ehrengalerie", Burg/Graz 
Standort der Büste: "Steirische Ehrengalerie", Burg/GrazStandort der Büste: "Steirische Ehrengalerie", Burg/Graz
 
Ulrich von Liechtenstein hat maßgeblich am Anschluss der Steiermark an das habsburgische Reich mitgearbeitet. Der Politiker war jedoch auch begnadeter Minnesänger.
1200 Ulrich von Liechtenstein kommt in der Murauer Linie seines Geschlechts zur Welt.
1200-1215 Von Kindesbeinen an genießt der Bub eine klassische Ritterausbildung, im Rahmen derer er auch bei einer edlen Dame, die er Zeit seines Lebens sehr verehrt, als Page dient.
1215-1219 Der junge Ulrich ist Knappe bei Markgraf Heinrich von Istrien.
1223 Ulrich von Liechtenstein wird von Leopold VI. zum Ritter geschlagen.
1223-1260 Der Ritter nimmt aktiv am politischen Leben teil, ist aber auch passionierter Literat. 1255 ist sein Werk "Frauendienst", das zahlreiche Minnelieder enthält, fertig.
1260-1278 Über die letzten Lebensjahre des Truchsess der Steiermark ist wenig bekannt, es wird jedoch angenommen, dass er gemeinsam mit anderen Adeligen gefangen genommen wurde.
1278 Ulrich von Liechtenstein stirbt im damals hohen Alter von 78 Jahren. Er wird in Seckau begraben.
 
Ulrich von Liechtenstein (*1200 +1278)
Ulrich von Liechtenstein, Minnesänger und Truchsess (Landeshauptmann) der Steiermark, wurde im Jahre 1200 in der Murauer Linie seines Geschlechts geboren. Er genoss von Kindesbeinen an eine klassische Ritterausbildung. Nachdem er jahrelang als Page bei einer edlen Dame diente, war er von 1215 bis 1219 Knappe von Markgraf Heinrich von Istrien. 1223 wurde er schließlich von Leopold VI. zum Ritter geschlagen.
 
Politiker
Insgesamt drei Burgen befanden sich im Besitz Ulrichs von Liechtenstein: Schloß Murau, die Frauenburg bei Unzmarkt und Burg Liechtenstein.
Der Führer des steirischen Adels war maßgeblich an den Vorbereitungsarbeiten für den Anschluss der Steiermark an das habsburgische Reich beteiligt. Auch sonst war Ulrich von Liechtenstein ein sehr politischer Mensch. Er zog in Verkleidung nicht nur wegen der zahlreichen Turniere, an denen er teilnahm, durchs Land, sondern auch, um z. B. den Streit zwischen Erzbischof Egbert von Bamberg mit einem Bruder des Markgrafen Heinrich von Istrien zu schlichten.
 
Minnesänger
Ulrich von Liechtenstein war jedoch auch ein Literat. 1255 beendete er seinen Roman "Frauendienst", der zum Teil autobiographisch, zum Teil jedoch auch fiktional war. Zudem erwies sich der Vater einer großen Familie als eifriger Schüler Walthers von der Vogelweide. Sein Werk "Frauendienst" enthält deshalb auch 58 Minnelieder.
Über die letzten Lebensjahre des Truchsesses ist wenig bekannt. Man nimmt jedoch an, dass er gemeinsam mit anderen steirischen Adeligen im Jahre 1269 von Böhmenkönig Ottokar II. gefangen genommen wurde. Er starb jedenfalls im Alter von 78 Jahren. Bestattet wurde Ulrich von Liechtenstein in Seckau.
 
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