Viktor Kaplan
Im Dienste der Wissenschaft
Viktor Kaplan war einer der talentiertesten Techniker seiner Zeit. Das größte Werk des gebürtigen Steirers, die Kaplan-Turbine, trat einen Siegeszug um die ganze Welt an.
| 1876 | Viktor Kaplan wird in Mürzzuschlag in der Steiermark geboren. |
| 1895 | Nach der Matura inskribiert der technikbegeisterte junge Mann an der Technischen Hochschule in Wien. |
| 1909 | Kaplan promoviert zum Doktor der technischen Wissenschaften, nachdem er bereits die Jahre zuvor als Ingenieur und Forscher tätig gewesen war. Im selben Jahr habilitiert er auch an der Deutschen Technischen Hochschule in Brünn und heiratet seine Verlobte Margarethe Strasser. |
| 1912 | Nach intensiven Forschungsjahren im Turbinenambulatorium in Brünn meldet Kaplan sein erstes Turbinenpatent an. Noch erfüllt die Kaplan-Turbine jedoch nicht alle Erwartungen des Professors. |
| 1922 | Die jahrelangen Turbinen-Forschungen tragen Früchte: Die optimierte Kaplan-Turbine wird fertiggestellt. In der letzten Phase der Untersuchungen muss Viktor Kaplan jedoch aus gesundheitlichen Gründen sein Team mit der Arbeit alleine lassen. |
| 1925 | In Österreich wurden bereits einige Kaplan-Turbinen in Betrieb genommen. Nun haben auch die Schweden ihre Leistungskraft entdeckt und verwenden sie für ihre Großkraftwerke. |
| 1931 | Wegen seines schlechten Gesundheitsszustandes zieht sich Kaplan ins Privatleben zurück und verbringt die meiste Zeit auf seinem Landsitz Rochuspoint am Attersee. |
| 1934 | Viktor Kaplan stirbt auf seinem Landsitz am Attersee. |
Viktor Kaplan (*27.11.1876 +23.08.1934)
Der Entwickler der "Kaplanturbine", Viktor Kaplan, erblickte am 27. November 1876 in Mürzzuschlag das Licht der Welt. Schon von Kindesbeinen an faszinierte Viktor die Welt der Technik und so baute er bereits im zarten Volksschulalter Wasserräder. Wenig später folgte dann auch ein Elektromotor sowie eine Dampfmaschine aus einer alten Blechdose.
Beeindruckend war auch seine nächste Entwicklung, ein Fotoapparat, den er aus einigen Haushaltsutensilien herstellte. Zu dieser Zeit wohnte die Familie Kaplan bereits in Wien, wo Viktor die Realschule besuchte.
Beeindruckend war auch seine nächste Entwicklung, ein Fotoapparat, den er aus einigen Haushaltsutensilien herstellte. Zu dieser Zeit wohnte die Familie Kaplan bereits in Wien, wo Viktor die Realschule besuchte.
Probieren und studieren
Nachdem er die Matura im Jahre 1895 abgelegt hatte, inskribierte er an der Technischen Hochschule in der Bundeshauptstadt. 1909 promovierte er dort zum Doktor.
Seine erste Arbeitsstellen trat er aber bereits vor dem Abschluss seines Studiums in einer Maschinenfabrik in Leobersdorf an. Zwei Jahre später wurde der junge Ingenieur an die Deutsche Hochschule nach Brünn berufen. Sein Forschungsinteresse dort galt vorrangig der theoretischen Physik.
1909, knapp nach seiner Promotion, habilitierte Kaplan in Brünn, wo er nun zum Adjunkten ernannt wurde. Im selben Jahr heiratete er übrigens Margarethe Strasser, eine junge Frau, deren Bekanntschaft er ein Jahr zuvor auf einer Skandinavienkreuzfahrt machte.
Seine erste Arbeitsstellen trat er aber bereits vor dem Abschluss seines Studiums in einer Maschinenfabrik in Leobersdorf an. Zwei Jahre später wurde der junge Ingenieur an die Deutsche Hochschule nach Brünn berufen. Sein Forschungsinteresse dort galt vorrangig der theoretischen Physik.
1909, knapp nach seiner Promotion, habilitierte Kaplan in Brünn, wo er nun zum Adjunkten ernannt wurde. Im selben Jahr heiratete er übrigens Margarethe Strasser, eine junge Frau, deren Bekanntschaft er ein Jahr zuvor auf einer Skandinavienkreuzfahrt machte.
Kaplan-Turbine
Wenige Monate nach seiner Hochzeit wurde in Brünn das erste Turbinenlaboratorium in Betrieb genommen, in dem Kaplan seine Forschungen vorantrieb. Bereits 1912 meldete der Techniker ein Patent für seine Turbine an, die jedoch noch einige Mängel aufwies. Jahrelang forschte er weiter an den Ursachen der auftretenden Turbinen-Probleme. 1922 konnten diese schließlich auch beseitigt werden. Allerdings erkrankte Viktor Kaplan bereits während dieser Forschungen so schwer, dass seine Mitarbeiter die Arbeit alleine zu Ende führen mussten.
Im Jahre 1931 musste sich Kaplan jedenfalls wegen seines schlechten Gesundheitszustandes ganz ins Privatleben zurückziehen. Bis zu seinem Tode durch einen Schlaganfall 1934 lebte er mit seiner Frau Margarethe auf seinem Landsitz Rochuspoint am Attersee
Im Jahre 1931 musste sich Kaplan jedenfalls wegen seines schlechten Gesundheitszustandes ganz ins Privatleben zurückziehen. Bis zu seinem Tode durch einen Schlaganfall 1934 lebte er mit seiner Frau Margarethe auf seinem Landsitz Rochuspoint am Attersee








