Johann Joseph Fux
Die Karriere eines Barockmusikers
Der Barockmusiker Johann Joseph Fux gehört zu den größten Meistern seiner Zeit. Er komponierte zahlreiche Musikstücke, darunter Opern und sakrale Werke. Doch sein bekanntestes Werk ist ein Kontrapunkt-Lehrbuch, das noch lange nach seinem Tode unter Musikern sehr geschätzt wurde.
| 1660 | Johann Joseph Fux wird in Hirtenfeld in der Steiermark geboren. |
| 1690-1695 | Der junge Musiker arbeitet als Organist an der schottischen Kirche in Wien. |
| 1696 | Kaiser Leopold I. holt Fux als Hofkomponist zu sich ins Schloss. Diese Position ist für den Steirer eine besondere Ehre, da sie bisher eigentlich nur italienischen Musikern vorbehalten war. |
| 1711 | Fux wird, nachdem er einige Zeit Kapellmeister im Wiener Stephansdom war, zum Musikdirektor am kaiserlichen Hofe ernannt. |
| 1725 | Der Komponist veröffentlicht sein wohl bekanntestes Werk: "Gradus ad Parnassum". Dabei handelt es sich allerdings nicht um ein Musikstück, sondern um ein Kontrapunkt-Lehrbuch. |
| 1741 | Johann Joseph Fux stirbt im Alter von 81 Jahren in Wien. |
Johann Joseph Fux (*1660 +1741)
Über die Kindheit des in Hirtenfeld in der Oststeiermark geborenen Komponisten ist nur wenig bekannt. Fest steht, dass der Sohn einer Bauernfamilie im Alter von rund 20 Jahren nach Graz ging, um dort zu studieren. Was danach geschah, liegt wieder weitgehend im Dunkeln, es wird jedoch vermutet, dass er sich längere Zeit in Italien aufhielt, wahrscheinlich ebenfalls zu Studienzwecken.
Am kaiserlichen Hofe
Aufzeichnungen zufolge war er in den 90er Jahren des 17. Jahrhunderts jedenfalls Organist in der schottischen Kirche in Wien. Dort wurde der österreichische Kaiser auf ihn aufmerksam und so wurde Fux zwei Jahre nach seiner Hochzeit im Jahre 1696 Hofkomponist. Diese Position war seit jeher eigentlich italienischen Musikern vorbehalten, doch sein außergewöhnliches Talent konnte Kaiser Karl VI. überzeugen.
Wenige Jahre später, nämlich 1701, wurde Johann Joseph Fux zum Kapellmeister im Stephansdom in Wien ernannt. Nachdem weitere zehn Jahre ins Land gegangen waren, wurde er zum Musikdirektor am kaiserlichen Hofe - die damals wohl höchste Position eines Musikers in Europa - erhoben. Zahlreiche Opern, Oratorien und kleine Stücke des Meisters stammen aus dieser Zeit. So auch seine berühmteste Oper "Costanza e Fortezza", die anlässlich der Krönung Kaiser Karls VI. zum böhmischen König im Jahre 1723 im Prager Schloss gespielt wurde.
Wenige Jahre später, nämlich 1701, wurde Johann Joseph Fux zum Kapellmeister im Stephansdom in Wien ernannt. Nachdem weitere zehn Jahre ins Land gegangen waren, wurde er zum Musikdirektor am kaiserlichen Hofe - die damals wohl höchste Position eines Musikers in Europa - erhoben. Zahlreiche Opern, Oratorien und kleine Stücke des Meisters stammen aus dieser Zeit. So auch seine berühmteste Oper "Costanza e Fortezza", die anlässlich der Krönung Kaiser Karls VI. zum böhmischen König im Jahre 1723 im Prager Schloss gespielt wurde.
Bekannteste Werke
Sein bekanntestes Werk veröffentlichte Fux aber 1725. "Gradus ad Parnassum" ist jedoch kein Musikstück, sondern ein Kontrapunkt-Lehrbuch, das unter den Musikern noch lange nach Fux' Ableben sehr geschätzt wurde. Sogar Johann Sebastian Bach soll eine Ausgabe in seiner Bibliothek gehabt haben.
Fux starb 81-jährig sechs Jahre nach seiner Frau. In den letzten Jahren seines Lebens hat sich der Witwer vor allem der Komposition sakraler Werke gewidmet.
Fux starb 81-jährig sechs Jahre nach seiner Frau. In den letzten Jahren seines Lebens hat sich der Witwer vor allem der Komposition sakraler Werke gewidmet.
Köchel-Verzeichnis
Es waren vor allem diese Stücke, die die Nachwelt begeisterten und immer wieder aufgeführt wurden. Seine Musik erwachte zudem vor allem in der Mitte des 19. Jahrhunderts wieder zum Leben, als sich das Interesse von Ludwig Ritter von Köchel, der Mozarts Werke katalogisierte, auch auf Fux richtete. Er produzierte eine Biografie des Barockmusikers sowie einen Katalog seiner Musikstücke.







