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Karl Böhm

Seine Karriere als Dirigent
Karl Böhm 
Karl BöhmKarl Böhm
 
Er schrieb Musikgeschichte: Der gebürtige Grazer Karl Böhm. Der Vater des ebenfalls international bekannten Schauspielers Karl-Heinz Böhm arbeitete mit den weltbesten Orchestern und kehrte seiner Heimat dennoch nie den Rücken.
1894 Karl Böhm wird in Graz geboren.
1917-1921 Nach seinem Studium der Rechtswissenschaften und seiner Musikausbildung in Graz und Wien gibt Böhm sein Debut als Dirigent in seiner Heimatstadt Graz.
1921-1927 Der junge Dirigent erhält ein Engagement an der Münchner Oper.
1927-1933 Böhm wird nach Darmstadt gerufen, wo er vier Jahre lang als Generalmusikdirektor arbeitet, bevor er schließlich nach Hamburg geht.
1933-1942 Im selben Jahr, in dem der Grazer erstmals in der Wiener Staatsoper dirigiert, wird er zum Direktor der Dresdner Staatsoper bestellt, der er neun Jahre vorsteht.
1943-1981 Mittlerweile international renommiert, dirigiert der gebürtige Steirer, der bis 1957 insgesamt vier Jahre lang die Wiener Staatsoper leitet, an den berühmtesten Operhäuser und bei Festspielen. Seine Liebe gilt neben den Festspielen in Bayreuth vor allem denen in Salzburg.
1981 Karl Böhm stirbt 87-jährig während der Proben zu den Salzburger Festspielen.
 
Karl Böhm (*28.08.1894 +14.08.1981)
 
Der weltberühmte Dirigent und Vater von Karl-Heinz Böhm (bekannt aus den "Sissi"-Filmen und Gründer der Hilfsorganisation "Menschen für Menschen") erblickte 1890 in der steirischen Landeshauptstadt Graz, wo er auch aufwuchs, das Licht der Welt. Sein Interesse für Musik zeigte sich schon in seiner Jugend, dennoch beschloss der Sohn eines Juristen vorerst, Rechtswissenschaften zu studieren. Noch vor seiner Promotion begann er nebenbei mit einer Musikausbildung, zuerst am Grazer Konservatorium, dann am Wiener, wo Eusebius Mandyczewski, ein Freund Johannes Brahms', sein Lehrer war.
 
Erste Engagements
Dr. jur. Karl Böhm hatte sein Debut als Dirigent schließlich im Alter von 27 Jahren in seiner Heimatstadt, wo er bereits vier Jahre zuvor am Opernhaus als Repetiteur eingestellt und schließlich Kapellmeister wurde. 1921 zog es ihn in Richtung München, wo Bruno Walter ihn mit einem Engagement an der dortigen Oper erwartete.
 
Tiefe Freundschaft
Sechs Jahre später wurde er Generalmusikdirektor in Darmstadt und 1931 in Hamburg. 1933 dirigierte der Grazer erstmals in der Wiener Staatsoper (Wagners "Tristram und Isolde"). Im selben Jahr wurde er zum Direktor der Dresdner Staatsoper berufen. Dort traf Böhm auf Richard Strauss, dessen Opern "Die schweigsame Frau" und "Daphne" er uraufführte. Doch nicht nur professionell kam es zu einer langjährigen Zusammenarbeit der beiden Musiker, auch privat entwickelte sich eine Freundschaft.
 
Große Erfolge
Nachdem Böhm 1942 Dresden verlassen hatte, ging er zurück nach Wien, wo er zwischen 1943 und 1945 sowie zwischen 1954 und 1956 die Staatsoper leitete. 1957 stand er dann erstmals dem Orchester der Metropolitan Opera in New York vor. Dazwischen arbeitete er immer wieder mit den international renommiertesten Orchestern wie den Berliner Philharmonikern. Ferner dirigierte er häufig Festspiele, wie die in Salzburg oder Bayreuth.
 
Bleibende Erinnerung
Trotz seines fortgeschrittenen Alters wollte Karl Böhm die Musik nie aufgeben und so starb er am 14. August 1981 87-jährig während der Proben zu "Elektra" in Salzburg. Zu den von Karl Böhm am meisten geschätzten Komponisten zählten Zeit seines Lebens Mozart und Wagner. Nicht zu vergessen natürlich Strauss. Seine Hingabe zu Musik, seine Einfühlsamkeit aber auch seine Strenge machten den Grazer zu einem der weltbesten Dirigenten, dessen Schaffen noch lange nicht in Vergessenheit geraten ist.
 
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